UMTS
UMTS bedeutet eigentlich Universal Mobile Telecommunications System. Dabei handelt es sich um einen Mobilfunkstandard der dritten Generation, also ein Nachfolger des Global System for Mobile Communications (GSM). Dieses ist derzeit noch der weltweit verbreitetste Mobilfunkstandard.
UMTS wurde geschaffen, um eine schnelle Datenübertragung zu garantieren, und an Unabhängigkeit durch Mobilität zu gewinnen. Das Übertragungsverfahren für diesen Mobilfunkstandard heißt High Speed Downlink Packet Access (HSDPA).
Das Verfahren wurde von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), einer Unterorganisation der Vereinten Nationen ausgewählt, die sich mit technischen Aspekten der Telekommunikation befasst, und die auch über die Zuweisung von Frequenzbändern entscheidet.
UMTS umfasst einerseits die multimedialen Dienste und andererseits die satelliten- und erdgestützten Sendeanlagen. Zu den unter diesem Standard angebotenen Diensten gehören Kommunikation zwischen verschiedenen Teilnehmern, beispielsweise Video- und Audiotelefonie; außerdem Nachrichtendienste wozu z.B. Chats und Unified Messaging zählen und die Informationsverteilung via Internetzugang. Außerdem bietet UMTS die Möglichkeit standortbezogener Dienste wie Navigation oder GPS; Geschäftsdienste, beispielsweise Prozessmanageing und Massendienste zur Nutzung von eCommerce. Zusätzlich verfügt UMTS einen Rückkanal für mobiles interaktives Fernsehen.
Im Dezember 2006 hatte dieser Standard 47,3 Millionen Nutzer, von denen fast 50% in Japan beheimatet sind. Das größte Verbreitungsgebiet europaweit ist Italien.
In Deutschland machte die Lizenzversteigerung im Juli/ August 2000 Furore, wobei die Mobilfunkanbieter 50 Milliarden Euro investierten. Daraus resultieren die bis heute sehr hohen Kosten für den Endverbraucher
Das erste UMTS Netz ging auf der Isle of Man bereits im Jahr 2001 in Betrieb.
Während die Datenübertragungsrate im Downlink derzeit praktisch aufgrund von Fehlerkorrekturen und Interferenzen noch bei 1,4 Mbit/s liegt, ist in Zukunft eine Rate von bis zu 5,1 Mbit/s geplant.
Die Datenübertragung hängt aber andererseits auch von den technischen Möglichkeiten des Endgerätes ab. Bisher sind aber nur Geräte verfügbar, die höchstens 1,8 Mbit/s oder 3,6 Mbit/s übertragen.
Ab 2006 wird das Verfahren der Datenübertragung (HSDPA) erweitert, so dass größere Datenmengen im Uplink mit maximal 5,8 Mbit/s per High Speed Uplink Packet Access (HSUPA) senden werden. Dafür werden dann aber wiederum entsprechende Endgeräte von Nöten sein.
Die nächstfolgende Ausbaustufe sieht dann das so genannte High Speed OFDM Packet Access (HSOPA) als vierte Generation vor, und ist bis 2010 in Aussicht gestellt.
